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Auf der B27 samt in der Ferne liegender Zollernburg: Hechingen im Juli 2008

Deeplink Unterwegs mit dem T4: Spaß auf der Zulassungsstelle, 26.06.2003

Nachdem gestern die neuen Federn reingekommen sind, TÜV und AU abgekommen worden sind und somit der Brief jetzt so langsam wie ein Patchwork-Teppich aussieht: Höchste Zeit die Zulassungsstelle mit einem Besuch zu beehren.

Donnerstag ist der »lange Behördentag«. Somit muß man nicht um 7:30 antanzen, damit man bis um kurz vor 12 dann endlich mal seine Nummer aufgerufen bekommt, sondern kann auch etwas später auftauchen. Gedacht, getan und um ca. 12:15 stehe ich mit meiner gezogenen Nummer im großzügig angelegten Wartebereich und suche mir einen Sitzplatz aus. Da sich außer mir vielleicht noch drei, vier andere Personen mit Nummernschildern bewaffnet dort aufhalten, kann es ja nicht lange dauern.

Nicht mal 'ne halbe Minute später bin ich auch schon dran. Also auf zum Schalter und die Meisterwerke von TÜV und Dekra vorgelegt. Die schon durch die Gasanlage sichtlich verwirrte und dennoch freundliche Dame wird von meinem »die Federn hier müssen auch noch rein« sowie dem obligatorischen »hier hat der TÜV was bei Nummer 34 in den Brief geschrieben, das muß aber auch in den Schein rein« vollends überfordert.

Nach etwa fünf Minuten meine ich ihr verklickert zu haben, was jetzt alles rein muß, warum sie die erst am 2.6. vom TÜV eingetragenen Achslasten wieder streichen darf und jene vom Dekra-Bericht eintippeln darf. Doch jetzt sollte der Spaß erst so richtig beginnen...

Die erste Hürde: Die Gasanlage

Ich habe es extra betont, dass bei Ziffer 5 nun »OT/GK/FLG 29« zu stehen hat. Sie war da anderer Meinung: »Aber das ist doch gestrichen«. Nein, es ist nicht gestrichen. Die Felder drumherum sind diagonal durchgestrichen, aber die einzelnen Zeilen sind nicht durchgestrichen. Daher muß das rein.

Gut, sie hat's eingesehen und ich durfte zum Bezahlen gehen. 10,20 Euro für den Kostenpunkt »Verwaltungsaufwand« und nochmal 50 Cent drauf für die eigentliche Änderung.

Wieder zurück in der »Wartelounge« habe ich mir den Sitzplatz mit dem kürzesten Weg zum Schalter ausgesucht. Damit ich auch ja alles mitbekomme und für eventuelle Rückfragen zur Verfügung stehe. So konnte ich miterleben, wie sich die »29« wohl nicht so einfach eintragen lassen wollte und zwei weitere Kollegen zum Problemfall des Flüssiggasfahrzeuges hinzugezogen werden mußten. Irgendwann hatte die Software es dann wohl auch eingesehen (vielleicht lag ja auch eher ein klassischer Fall von »PEBCAK«, auch als »Layer 8 Problem« bekannt, vor?). Nunja, jedenfalls stand soweit alles drin.

Die Felgen und Distanzscheiben vom Vorbesitzer zu streichen war wohl auch nicht das Problem, dafür wurde meine »Flüssiggastank« ein »Fliessiggastank«. Gut, der TÜV hatte es schon falsch geschrieben, aber ich hatte sie extra darauf hingewiesen gehabt. Das »mit« neuerdings »MIZ« geschrieben wird (direkt vor dem »Fliessiggastank«) sprang mir erst daheim bei genauerer Betrachtung ins Auge.

Die zweite Hürde: Die Auflastung/die neuen Federn

Zugegeben, es war auch nicht einfach. Am 2. Juni hatte ich beim TÜV Bayern die Felgen und Distanzscheiben streichen lassen, um wieder die originale Vorderachslast zu bekommen. Dies im Hinblick auf das Auflasten mit Tieferlegungsfedern. Dummerweise hat der liebe TÜV-Mensch die Daten nicht im »Raum für weitere amtlich zugelassene Eintragungen« eingefügt, sondern bei Ziffer 34. Alles, was bei Ziffer 34 eingetragen wird bzw. dort steht, muß nicht in den Schein. Also wurde dort erstmal nicht die Achslast gestrichen und natürlich wurden auch nicht die Angaben zu den Sitzen in das erste Exemplar des neuen Fahrzeugscheines übernommen.

Einfach gesagt: Sie wußte nicht, wo sie die Achslasten streichen sollte - schließlich waren sie schon zweimal gestrichen worden. Auch mein Hinweis von wegen »Achtung, der TÜV hat das da oben in den Brief reingeschrieben« war wohl wieder vergessen gewesen.

Also nochmal eine kleine Hilfestellung von mir für die bereits völlig gefrustete Mitarbeiterin und die Achslasten sowie das Gesamtgewicht waren erledigt.

Die dritte Hürde: Wo sind meine Sitze?

Der liebe TÜV hatte mir den T4 ja wieder auf dem Papier in den Originalzustand zurückversetzt. Dies bedeutete, dass ich wieder die Formulierung »*ZIFF.12:WAHLW 2 BIS 5 OD.7*« in meinem Schein haben sollte. Nur: Diese Formulierung hatte sie beim der ersten »Version« meines neuen Fahrzeugscheines schlichtweg weggelassen.

Also mit dem neuen Schein wieder zurück an den Schalter (es waren ja auch erst 45 Minuten seit »Ich bekomme hier etwas geändert« vergangen) und reklamiert. Da wir schon beim Reklamieren sind: Warum steht bei Ziffer 1 eigentlich nicht »Kombinationskraftfahrzeug« und ich hätte doch gerne einen »Flüssiggastank« im Schein?

Die folgenden beiden Schreibfehler sind mir völlig entgangen: Das Kombinationskraftfahrzeug taucht einfach unter den Bemerkungen als »KOMBINATIONSKRAFTFHARZEUG« auf (vielleicht ja ein Wink mit dem Zaunpfahl das ich auf alle Fälle nächstes Jahr zum Harztreffen kommen soll?), die Achslasten und das zulässige Gesamtgewicht sind ja eingetragen. Mein »BI:VALENTER ANTRIEB« hatte sich in der Ziffern- und Zeichenflut versteckt gehabt.

Also wurden die beiden von mir Reklamierten Punkte geklärt: Die Sitze sollten eingetragen werden, der Tank bekommt sein »Flüssig« und das »Kombinationsfahrzeug« steht ja bei den Bemerkungen schon mit drin.

Das Resultat des »Sitzeintragens«: Es liest sich jetzt mangels dem vorausgehenden »*ZIFF.12:« folgendermaßen:

AUFL.:HINWEISE U. PRÜFZINTERVALLE LT. HANDBUCH BEACHTEN*WAHLW. 2 BIS 5 OD. 7.*RÜCKRÜSTUNG A.ORIG.-ZUSTAND***

Das »Z« Bei »Prüfintervalle« ist kein Tippfehler von mir, sondern es steht wirklich so drin. Was bedeuten diese Zeilen laut Schein? Ich darf die Prüfintervalle wahlweise 2 bis 5 oder 7 mal machen? Danach muß ich aber die Gasanlage ausbauen und zurück zum Originalzustand gehen?

Der TÜV-Mann hätte wohl besser nicht hinschreiben sollen, das die Achstlasten von ihm wieder auf den Originalzustand gebracht worden sind...

Nun denn. Nach etwa 50 Minuten hielt ich dann endlich meinen absolut individuellen neuen Fahrzeugschein in den Händen. Die Sitzplatzproblematik habe ich – wie auch die anderen Schreibfehler – erst daheim bemerkt. Irgendwie bin ich schon auf die erste Polizeikontrolle gespannt. Mal sehen ob die anhand der Daten im Schein gleich das Handtuch werfen bzw. mich mit der Kelle weiterwinken oder ob sie sich durchbeißen werden...

Der alte und der neue Fahrzeugschein sind übrigens unter Bilder und Daten zu finden. Einfach ganz nach unten scrollen. Die Angaben sind eins zu eins aus den Scheinen übernommen worden, daher auch die seltsamen Trennzeichen (»WERKSEI -TIG«, etc.) sowie alle »originalen« Vertipper und sonstige Fehlerchen.

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Der Inhalt dieser Seite wurde zuletzt am 30. September 2008 bearbeitet.
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