DeeplinkTipps & Tricks: Marderschock
Was im Golf III noch vollkommen ausreichend war und viele,
viele Monate funktioniert hat, erwies sich im T4 jetzt
leider auf Dauer nicht als ausreichend. Daher habe ich mich
nach einer Alternative zum Marderschreck umgeschaut.
Für über 200 Euro werden von Autohäusern immer wieder
Elektroschocks gegen Marder angeboten – teilweise zuzüglich
Einbau. Zunächst mal der fortschreitende »Verschleiss« der
Motorraumdämmung:
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25.02.2003
Mit makelloser Motorraumdämmung gekauft, eine Nacht stehen gehabt – schon hatte ein Marder oben etwas der Dämmung rausgebissen gehabt. Noch am selben Tag kam der Marderschreck in den T4 und es war erstmal Ruhe. |
24.09.2005
Etwa ein Jahr vor der Aufnahme dieses Bildes hatte bei Soest ein Marder im Motorraum sein Unwesen getrieben. Grosse Teile waren herausgebissen und -gerissen worden. So ist's wohl wenn man meint für ein paar wenige Tage seinen T4 auf'm Dorf stehen haben zu müssen. |
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22.10.2005
Bereits einen Monat nach der letzten Aufnahme hatte es sich wieder einer der possierlichen kleinen Tiere im Motorraum gemütlich gemacht gehabt. Vermutung auch hier: Nächtliches Parken in ländlichen Gegenden bzw. fremden Marderrevieren. |
05.11.2005
Für eine Nacht stand der T4 auf dem Parkplatz einer VW-Werkstatt. Resultat: Wieder ein Besuch eines Marders. Frische Abdrücke auf der Abdeckung, diesmal war auch wieder an der Dämmung der »Luftfilterkugel« weitergeknabbert worden. |
Jetzt hat es endgültig gereicht. Genug ist genug! Vorallem: Irgendwann kommt einer der pelzigen Besucher auf die Idee, dass nicht nur Dämmmaterial vorhanden ist, sonder auch die Schläuche und Kabel zum Beissen und Reissen geeignet sind.
Der »Marderschutz Sensor 717« ist
sozusagen ein »Weidezaun für Marder« und wird unter anderem
vom ADAC empfohlen und hat einen Ladenpreis von etwa 135
Euro.
Durch einen Zufall bin ich bei eBay auf eine Auktion gestossen und konnte mir einen nagelneuen, bislang nicht verbauten Satz für sehr kleines Geld ersteigern.
Im Lieferumfang sind sechs »Sensorplatten«
enthalten, welche beliebig an einem Kabel platziert werden
können.
Das aktive Abwehrsystem mittels Stromschlag soll so montiert werden, dass dem Marder eine Fluchtmöglichkeit bleibt, jedoch soll er nach Möglichkeit erst gar nicht in den Motorraum hineinkommen.
Beim T4 bekommt ein Marder dort Zugang, wo sich die Öffnung für die Ölwanne in der Wanne unter dem Motorblock.
Die Kontaktplatten können direkt an an den
gefährdeten Stellen montiert werden, etwas weiter unten mehr
dazu.
Durch einen Kontaktschalter wird die Anlage beim Öffnen der Motorhaube entschärft. Ebenso liegt bei eingeschalteter Zündung keine Spannung an.
Der Verbrauch ist mit minimalen 2,7 mA vom Hersteller angegeben worden.
Die Elektronik ist laut Bedienungsanleitung wasserdicht konstruiert und kann auch im Motorraum direkt montiert werden. Ich habe mich dennoch entschlossen, die Elektronik selbst im Innenraum in der Nähe der ZE zu platzieren.
Auf dem Bild rechts ist einer der
Kontaktplatten zu sehen. Durch das Loch in der
Edelstahlplatte wird die in der Handfläche liegende Schraube
mit Dorn durchgeschraubt. Dadurch wird die Platte an den
Leiter im inneren des Kabels angeschlossen.
Zunächst wurde das dicke, rote Kabel für die Versorgung der Kontaktplatten im Motorraum verlegt und nach Montagepunkten Ausschau gehalten.
Bei meinem T4 VR6 befinden sich die sechs
Kontaktplatten nun an folgenden Plätzen:
Zwei auf der rechten Seite im Motorraum unten an Schläuchen vom Kühlwasser befestigt. unter den Kontaktplatten befindet sich eine vom Marder angenagte Stelle im Dämmmaterial der Wanne. Da sich auch die Kabel der Gasanlage und natürlich auch die Zündkabel in der Nähe befinden: Soll er nach Möglichkeit gleich wieder rückwärts raus und zwischen Ölwanne und Wanne das Weite suchen.
Eine dritte Kontaktplatte ist in der Nähe des
Generators verbaut. Sie befindet sich an den Leitungen,
welche am Querträger befestigt sind.
Das Kabel wurde innen am rechten Kotflügel an einem vorhandenen Wellrohr befestigt und kommt von oben hinunter.
Im oberen Bereich hatten die Marder sehr viel
Spass mit dem Dämmmaterial gehabt. Daher sind dort nun drei
Kontaktplatten relativ dicht beieinander montiert worden.
Vermutlich ist dies auch der einzige Weg, den der Marder nach
oben nehmen kann: Am Keilriemen hochklettern und dann weiter
zum Dämmmaterial.
Die drei Kontaktplatten sind einfach auf die bereits vorhandenen Gewinde aufgeschraubt worden. Auf den ersten Bildern oben sind diese sehr gut zu sehen.
Bei der Montage der Kontaktplatten mussten also keinerlei Schrauben durch das Blech geschraubt werden, noch wurden irgendwelche Löcher gebohrt. Die oberen drei Kontaktplatten sind – wie schon geschrieben – einfach auf die vorhandenen Gewinde geschraubt worden, die unteren drei Kontaktplatten wurden mit den beiligenden Kabelbindern montiert.
DeeplinkAnschluss der Elektronik an den Strom
Ohne Strom gibt es natürlich auch keine
Stromschläge. Daher nun ein paar Bilder wie der
Marderschocker angeschlossen wurde.
Zunächst der Kontaktschalter, welcher die Anlage bei
geöffneter Motorhaube deaktivert. Die Masseverbindung
konnte einfach am vorhandenen Masseband im Motorraum
abgegriffen werden.
An der Zentralelektrik müssen noch
Zündplus (zum Deaktivieren des Marderschocks während dem
laufenden Motor) und der Anschluss für Dauerplus und Masse
für das Gerät ansich angenommen werden.
Im Motorraum wurde leidiglich die Masseverbindung für den
Hochspannungskreislauf gelegt.
DeeplinkBisheriger Eindruck
Bisher sind einige Wochen vergangen – ohne Marderbesuch. Zumindest waren weder in der Wanne unter dem Motor noch auf irgendwelchen Abdeckungen im Motorraum Spuren zu finden. Auch waren keine weiteren rausgerupften Dämmmaterialstücke in der Wanne zu finden. Entweder hatte kein Marder mehr einen Besuch gemacht – oder aber er war nur von sehr, sehr kurzer Dauer...




