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Die friesengrüne Gaskutsche beim Tanken: Kirchheim u. Teck West, 2008

Deeplink LPG (Autogas) und T4: Warum kein RME?

Wenn man von RME (Rapsöl-Methyl-Ester) spricht denken die meisten wohl an riesige gelbe Felder sowie eine günstige Methode einen Diesel zu betanken. Ich denke allerdings primär an eine wunderbar durchdachte Geldvernichtungsanlage.

Zuerst allerdings zu den (vermeindlichen) Eigenschaften von RME als Lösung für mache der Umweltprobleme, welche von Verbrennungsmotoren (in diesem Falle Diesel) verursacht werden.

DeeplinkWeniger CO2– Falsch berechnet

Da das Rapsöl als nachwachsender Rohstoff bei der Verbrennung nur soviel CO2 freisetzt, wie während des Wachstums gebunden worden ist, soll RME als Rapsöl-Produkt umweltfreundlich sein.

Das ist zwar soweit richtig, allerdings wird dabei unterschlagen, dass sowohl beim Anbau des Raps als auch bei der Weiterverarbeitung zum Treibstoff (fossile) Energieträger verwendet werden. Schließlich stopft man sich den Raps nicht pur in den Tank sondern ein aufbereitetes Öl. Dieser Herstellungsprozess verschlingt ebenfalls Energie.

Daher halte ich diese Argumentation für genauso sachlich wie »Warum Kernkraft? Bei mir kommt der Strom aus der Steckdose!« – wobei in manchen Regionen der Strom ja angeblich nur aus Wind-, Wasserkraft oder Photovoltaik gewonnen wird... Das wäre aber ein anderes Thema.

DeeplinkWeniger Treibhausgase – Falsch berechnet

CO2 ist ungiftig. Solange genügend Sauerstoff mit in der Luft ist, überlebt Mensch und Tier. Erst ab 6% CO2-Anteil der Luft besteht die Gefahr der Bewußtlosigkeit, höhere Konzentrationen können tödlich wirken (Mensch und Tier ersticken). Zwar werden gelegentlich die Tatsachen verdreht und es wird angeblich bei Abgasuntersuchungen CO2 gemessen, allerding geht es bei den Untersuchungen um CO und nicht um CO2.

Vermutlich werden einfach die Abkürzungen durcheinandergebacht. Im Sprachgebrauch ist es dann schon einfacher: »Kohlenstoffmonoxid« und »Kohlenstoffdioxid. Wie schon erwähnt ist CO2 ungiftig – im Gegensatz dazu ist CO giftig.

Was aber CO2 ist: Eines der sogenannten Treibhausgase. Wie schon bei der CO2-Berechnung weiter oben wurde bei den Treibhausgasen ein wichtiger Faktor unterschlagen. Während des Anbauens der Raps wird natürlich auch gedüngt. Bei einer mineralischen Düngung entsteht im Boden Lachgas, das einen 300fach stärkeren Treibhauseffekt als CO2 aufweist.

DeeplinkGünstiger für alle – Falsch berechnet

Ja, RME bzw. »Biodiesel« ist billiger als herkömmlicher Diesel. Der Verkaufspreis kommt allerdings nicht dadurch zu stande, dass Biodiesel günstiger in der Herstellung ist. Das Gegenteil ist der Fall. Der Preis kann nur deshalb so niedrig gehalten werden weil massivst subventioniert wird.

Aus unterschiedlichen Quellen habe ich die Information aufgreifen können, dass der sogenannte »Biodiesel« eigentlich das Doppelte kosten müßte als der herkömmliche Diesel. Dietmar Schütz (SPD-Bundestagsabgeordneter) stellte 1991 folgende Berechnung vor:

»Bei einer Beimischung von 5% Rapsöl würde auf den Verbrauch eines einzigen LKW im Jahr ein Subventionsbedarf von etwa 1.500 DM entstehen.«

Quelle: www.stachel.de

So betrachtet ist das Verwenden von RME als Treibstoff in zweierlei Hinsicht nicht tragbar: Zum Einen ist der vermeindliche Umweltschutz nur ein verdrehen von Fakten, bei dem relevante Daten schlichtweg unteschlagen werden. Weiterhin ist RME aus wirtschaftlicher Sicht nicht tragbar. Daher hatte ich auch in der Einleitung von einer Geldvernichtungsmaschine gesprochen.

Deeplink»Geldvernichtungsmaschine« Biodiesel

Aus einer Seminararbeit (Quellenangabe am Ende) zitiere ich eine Kostenrechnung:

Dieselkraftstoffverbrauch 2000: 26 Millionen Tonnen
Biodieselproduktion 2000: 247 000 Tonnen

Hoher Subventionsbedarf bzw. Einnahmeverluste durch Mineralölsteuerbefreiung

1 Tonne Biodiesel = 800 DM Subvention

247 000 Tonnen Biodiesel = 197 600 000 DM Subvention


Hinzu kommt, dass (wie angegeben) der produzierte Biodiesel lediglich 0,95% vom insgesamt verbrauchten Diesel ausmacht. Würde man alles mit Biodiesel ersetzen wollen, würde dies mit dieser Finanzierung auf gar keinen Fall funktionieren. Abgesehen davon stehen ohnehin nicht genügend Rapsfelder bzw. Platz für selbige zur Verfügung.

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Der Inhalt dieser Seite wurde zuletzt am 30. August 2008 bearbeitet.
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