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DISH Tankanschluss, Juli 2007

Deeplink Weitere Bullis mit Gas: Stephans Multivan V6 (LPG)

Multivan V6

Baujahr: 03/02
Motor: 2,8l Benziner (AMV)
LPG-Umrüstung durch:
Autogas-Centrum Bad Oyenhausen 12/03
Kosten: 2500 Euro
Anlage: Bigas SGIS
Tank: 77 l (ca. 61,5 l effektiv)
Reichweite: ca. 350 km
Verbrauch je 100 km:
spritmonitor.de LPG
Mit montierter Motorabdeckung ist so gut wie nichts von der Gasanlage zu sehen. Einblick in den Motorraum ohne die Abdeckung.
Nochmal, diesmal etwas größer: Die sechs Injektoren, an der Vorderkante des Motorraums verbaut. Der in der Reserveradhalterung montierte »Muldentank«.
Das Bedienfeld, unten in der Mittelkonsole neben den beiden DIN-Fächern montiert. Der Tankstutzen, hinten rechts in der Nebelschlußleuchtenattrappe montiert.

Warum T4?

Eigentlich brauchten wir ja mit dem dritten Nachwuchs einfach nur einen Van. Touran, C-Max und Co. waren ganz putzig aber erschienen unbrauchbar: sie sind nicht wirklich für fünf Personen plus Gepäck ausgelegt. Bei der nächsthöheren Klasse (Galaxy-Klasse) gab es unsererseits nur lange Gesichter – allein dieses an eine Schaufensterauslage erinnernde Armaturenbrett...

Die Antwort war simpel und einleuchtend: T4 Multivan!

Warum LPG?

Eigentlich hätte es der 111 KW TDI werden sollen, aber neben den diversen möglichen Mängeln, von denen man auch in den T4-Foren lesen kann, sprach der fehlende Rußfilter gegen die Wahl eines Diesels. VW kann man in dieser Hinsicht getrost ausblenden. Die Nachrüster machen leider auch keine Anstalten, für den 111er etwas nachzuliefern.

Da kamen die T4-/Gas-Seiten von Martin gerade recht: Die aufgezeigte Lösung, einen Benziner mit Autogas zu betreiben, schien mir überzeugend. Wegen der gewünschten Fahrleistungen kam nur der V6 mit 150 KW (204 PS) in Frage. Eine dicke Kröte allerdings würde geschluckt werden müssen. Die hieß »Automatik«. Die lediglich vier Fahrstufen zeichnen mitverantwortlich dafür, dass der V6 so unanständig säuft. Aber mit Autogas sah die Prognose sowohl für unser Portemonnaie als auch für die Umwelt schon wieder deutlich besser aus.

Es folgte die Suche nach einem geeigneten Ausrüster. Er sollte V6-Erfahrung haben und nach Möglichkeit in der Nähe sein. Ich landete schließlich beim Autogascentrum Bad Oeynhausen – 350 km entfernt. Über Betriebe in der Nähe gab es entweder keine oder negative Berichte im Internet. Ich entschied mich der Risko-Minimierung wegen, die Strecke in Kauf zu nehmen. Gelegentliche Fahrten auf der A2 würden sich hoffentlich mit fällig werdenden Inspektionsterminen kombinieren lassen.

Nach regem Austausch von Mails mit Pascal Timphus vom Autogascentrum (Welche Anlage? Welcher Tank? Wohin mit dem Tank? Platzbedarf?), entschied ich mich für die Anbringung eines Radmuldentanks, weil ich keinen Stauraum entbehren kann. Weitere zusätzliche Unterflurtanks (max. 2, bei Standheizung wohl nur einer) wären möglich, sind aber teuer: 400–500 Euro pro Stück, Kapazität brutto 25 L, gefüllt 30 kg Mehrgewicht. Da ich mit der Anlage erst einmal Erfahrungen sammeln möchte und mir die Versicherung (HUK Allgemeine) je 500,– Euro Einbausumme noch mal einen Obulus in Höhe von 2% auf die Kasko extra abknöpft, werde ich mit der Reichweite des Radmuldentanks erst einmal leben müssen.

Erfahrungen und Hinweise zum T4 V6 mit LPG nach 28.500 Kilometern:
(Stand 01.07.2005)

Verbrauch

Durchschnittsverbrauch bisher: (17,4 Liter/100 km)

Minimalverbrauch: 12,8 L/100 km
Maximalverbrauch: 24 L/100 km

LPG-Verbrauch im Einzelnen

16,6 - 17,7 L/100 km LPG im Vorortverkehr,
16,4 L/100 km bei konstant 120 km/h,
18,8 L/100 km bei konstant 140 km/h,
20 Liter bei 160 km/h und Stadtverkehr.
(Bei widrigen Wetterbedingungen, vor allem Gegenwind, können die Werte schnell darüber liegen!)

Mehrverbrauch mit LPG gegenüber Benzin (Angabe der Multifunktionsanzeige): (+/-) 30 %

Benzinverbrauch je 100 km für Motorstart: 0,45 L

Kostenersparnis: 35 – 40 % billiger als Benzinbetrieb.

Kapazität des Tanks

80% des Bruttovolumens Tankkapazität, das ist die gesetzlich festgelegte Faustregel. Bei mir passen statt der an Hand dieser Formel errechneten 61,6 Liter je nach Betankungsvorgang 56,4–59,4 Liter hinein (nachdem dieser leergefahren war natürlich). Das sind max. 77% – laut meinem Ausrüster der Normalfall. Es kann Abweichungen auch nach oben geben.

Reichweite

Bei dem oben angegebenen Verbrauch liegt die Reichweite (die Extremwerte mal ausgelassen) zwischen 330–370 km. Das reicht in aller Regel, ohne Streß die nächste Zapfsäule zu erreichen.

Wartungsintervalle und Kosten

Wer sich eine Gasanlage anschafft sollte sich darüber im Klaren sein, daß diese ihre eigenen Wartungsintervalle hat. Bereits nach den ersten 1.000 Kilometern ist eine Überprüfung und gegebenenfalls eine Nachjustierung erforderlich, danach alle 10.000 km eine Kontrolle, bei der die Anlage auf Dichtigkeit überprüft und gegebenenfalls Filter gereinigt bzw. gewechselt werden. Das ist ein für die Rentabilitätsrechnung und den zu treibenden Aufwand nicht zu vernachlässigender Aspekt. Auch die Versicherungsbeiträge steigen unter Umständen (s.o.). Also besser vorher erkundigen! Wohnt der Umrüster nicht am Ort, kommen Spritkosten hinzu. Die ersten beiden Durchsichten waren in meinem Fall kostenlos. Ich habe bisher nicht gewagt zu fragen, ab wann er Cash sehen will.

Der Vollständigkeit halber zu berücksichtigen sind auch Kosten, die für den Eintrag der Anlage in die Kfz-Papiere (10,70 €) und gegebenenfalls gesondert zu erwerbende Tank-Adapter (je 25,– €) zu entrichten sind. Außerdem fällt bei Einbau eines Radmuldentanks das Reserverad weg. Wer dieses nicht anderweitig unterbringen kann und auf Nummer sicher gehen will, muß in ein gasgetriebenes Dichtmittel ( ab 8,- € pro Flasche) oder ein Pannenset (Kompressor, der sich auch anderweitig einsetzen läßt, mit separatem Dichtmittel) investieren (im Baumarkt ca. 35,- bei VW 130,- €). Das Dichtmittel ist von begrenzter Haltbarkeit.

Probleme

Zur kalten Jahreszeit sind aufgetreten:

»Sägen« im Leerlauf, d.h. die Drehzahl kann im Gasbetrieb nicht gehalten werden, sondern schaukelt auf und ab. Die Abgaswarnleuchte leuchtete wegen zu mageren Gemisches auf, verlosch aber nach einigen Starts wieder. Damit in Zusammenhang steht das ebenfalls aufgetretene Phänomen, daß der Motor zwar anspringt, anschließend aber vorübergehend kein Gas annimmt. Die bezeichneten Ereignisse waren im ersten Winter jeweils vorübergehender Natur und es ergab sich kein zwingender Korrekturbedarf. In der zweiten Wintersaison mußte eine Nachjustierung her, die nicht von durchschlagendem Erfolg war. Nach dem Tausch des defekten Drucksensors hat sich der Motorlauf wieder normalisiert.

Nach dem Einbau konnte die Gasanlage zunächst im oberen Drehzahlbereich und Vollast nicht hinreichend Kraftstoff liefern und schaltete daher auf Benzinbetrieb um. Das wurde durch Nachjustierung behoben.

Fazit

Vielleicht gehört am Ende immer eine Portion Idealismus dazu, einen »Gas-Wagen« zu fahren. Der Anreiz dazu speist sich aber zuverlässig durch die mit dem Gasbetrieb zu erzielende Ersparnis und den Blick auf die Umweltbilanz. Insgesamt bin ich bislang zufrieden.

Stephan

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Der Inhalt dieser Seite wurde zuletzt am 30. August 2008 bearbeitet.
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